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  • AutorenbildJacqueline Och

Wenn Tiere ohne ihren Besitzer nicht mehr leben wollen

Jaqueline hat uns schon oft geholfen, wenn wir nicht sicher waren mit einem unserer Tiere. Aber das war der schwerste Fall:


Wir hatten vor 6 Jahren einen Unglücksfall in der Familie. Es handelte sich um ein sog. erweiterter Suizid, bei dem ich schwer verletzt und mein Mann getötet wurde. Erst jetzt kann ich berichten, wie Jaqueline uns helfen konnte.


Unsere Hunde (Harley / Engl. Bulldogge/ 9J 9Mt. und Abby / Mops/ 3J 9Mt) waren im selben Raum und mussten alles mit ansehen. Sie wurden, nachdem ich von der Ambulanz weggebracht worden war, ins Tierheim gebracht. Gottlob hat sie ein Freund nach einer Woche zu sich genommen, bis ich mich wieder um sie kümmern konnte. Nach ca. 2 Monaten kamen sie nach Hause. Abby merkte man eigentlich nichts an, aber der arme Harley kratzte sich wund, seit diesem Tag.... auch dann noch, als er wieder bei mir in der neuen Wohnung war.

Mein geliebter Bärli war nach diesem schrecklichen Erlebnis nicht mehr derselbe. Es war als hätte sein Freund/mein Mann einen Teil von ihm mitgenommen. Er wollte von niemandem mehr etwas wissen, nicht raus und schon gar nicht spazieren, pöbelte im Freien jeden an dem er begegnete und nicht mal sein Ziehkind Mopsmädchen Abby wollte er noch um sich haben.

Er war ein unfreundlicher alter Mann geworden, dem nichts mehr Freude machte. 

Ich bat Jaqueline um Hilfe , weil ich mir nicht mehr zu helfen wusste. Wir sprachen über mehrere Wochen wiederholt mit Harley und er bat mich jedes Mal ihn endlich zu Hans gehen zu lassen er sagte, dass Hans seine Hilfe brauchte. Er wollte ohne seinen Menschen einfach nicht mehr leben. Harley kratzte sich blutig und begründete dies damit, dass er sich nicht mehr spüre… Einen Menschen, der so etwas tut, würde man als Ritzer bezeichnen… er zeigte uns mit seinem Verhalten ganz klar, dass er gehen wollte… und bat mich bei jedem Gespräch eindringlicher darum. (Auch der Tierarzt war mit dem Latein am Ende und konnte nicht mehr helfen) Schliesslich gab ich nach und willigte schweren Herzens ein.

Das war eine der schwierigsten Entscheidungen, die ich in meinem Leben zu treffen hatte. Es war so schwer… ich verbrachte mit ihm noch einen schönen Tag in der Herbstsonne und er bekam alles zu fressen was ihm schmeckte…sogar ein schönes Rinds Entrecôte… Ich sprach auf dem Weg zur Tierärztin mit ihm, sagte ihm, dass er viel von mir verlangte, aber dass ich seinem Wunsch entsprach, weil ich ihn so sehr liebte.

Bei der Tierärztin angekommen, war mein Bär wieder der charmante Kerl den ich seit Wochen vermisste. Er liess sich bereitwillig auf den Tisch heben, küsste die ihm völlig fremde Frau und hielt ihr sein Bein förmlich hin, damit sie ihm den Zugang legen konnte. Ich verabschiedete mich und sagte ihm, dass ich ihn immer liebhaben werde, dann war er schon weg. Er sah unendlich glücklich aus...


Besonders schön fand ich Jaquelines Mail, das ich später erhielt. Sie hatte uns begleitet und richtete mir aus, dass er wisse, wie schwer das für mich gewesen war und er unendlich dankbar sei … dass er sehr stolz auf mich sei und, dass mein Leben einfacher werden würde ohne ihn… Er hatte Recht. Natürlich trauerte ich um ihn, aber Abby half mir dabei. Ich brauchte noch mehre Jahre, viele Op's und psychologische Hilfe, um mich zu erholen. Nach 3 1/2 Jahren war ich dann bereit  und Rosie, ein süsses Bulldogmädchen macht nun mein Leben komplett. Und auch mit ihr spreche ich ab und zu mit Jaquelines Hilfe.

 



 

Liebi Grüessli

Xenja Buner

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